Willkommen in Wildau
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Wasserstadt mit Wasserproblem!

Bürgermeister
Dr. Uwe Malich

Familien lieben Wildau!

Stand: März 2018

Um die idyllische Lage an der Dahme wird Wildau vielfach beneidet. Doch selbst in einer „Wasserstadt“ hat man irgendwann mal genug vom kühlen Nass!

Das passiert insbesondere dann, wenn es als sintflut­artiger Starkregen ungestüm auf Straßen, Häuser und Plätze herunterprasselt: „Bei dem großen Unwetter im Früh­sommer 2017 war sogar das A10 Center massiv bedroht. Pflanzen Kölle und andere Betriebe im Kleingewerbe­gebiet standen kurz vor der Überflutung. Jetzt sind wir dabei, zusammen mit den Firmen ein neues Regenentwässerungs-Konzept zu erarbeiten“, informiert Bürgermeister Dr. Uwe Malich.

Feuerwehr im Wassereinsatz
Vorausschauend hatte die Stadt bei der grundhaften Sanierung der „Bergstraße“ diesem Problem entgegen­gewirkt: „Hier wurde dafür ein Stauraumkanal verlegt. Wegen der Hanglage war das ein teilweise sehr schwieriges Unterfangen“, erläutert der Bürgermeister, wie sich die junge Stadt gegen neuerdings häufigere Wetterun­bilden wie plötzlichen Starkregen zu wehren versucht.
In Hoherlehme, wo die historischen Wurzeln von Wildau liegen, ist man noch nicht so weit. Die Folge war eine massive Überflutung, die die Freiwillige Feuerwehr von Wildau im Juni 2017 an den Rand ihrer Kräfte brachte.

Neue Aufgabenstellung
Die Bewohner im Gebiet „Am Wildgarten“ und „Puschkin­allee“, die in früheren Jahren regelmäßig Leidtragende der Folgen von viel Regen waren, konnten sich diesmal freuen: Die gerade von der Stadt installierte neue Regenentwässerung hielt sogar dem sintflutartigen Unwetter stand! „Es bleibt nichts anderes übrig, als sich auf diese Folgen des Klimawandels einzustellen. Das bedeutet, dass an vielen Stellen in der Stadt mit Erweiterung der Entwässerungskapazitäten nachgebessert werden muss“, beschreibt der Bürgermeister die neue Aufgabe.

Beliebt bei Familien
Weitere Investitionen, aber aus erfreulichem Grund, sind an anderen Stellen nötig: „Wildau ist mittlerweile ein beliebtes Zuzugsgebiet. Das sieht man sehr gut am ‚Röthegrund‘, wo gerade 185 neue Wohnungen entstehen. An der ‚Fichte­straße 113’ ist unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft ‚WiWO‘ engagiert. Hier sind 70 neue Appartements im Entstehen. Das bedeutet, dass wir mehr Plätze in Kitas und Schulen benötigen. Bereits jetzt gibt es Engpässe“, gibt Dr. Uwe Malich Einblick. Deshalb soll an der Freiheitstraße eine neue Kita entstehen und bereits 2019 einzugsbereit sein. Dort werden die Kleinen aus der Kita „Wirbelwind“ ebenfalls betreut werden.

Computer für den Hort
Diese ist momentan noch gegenüber der Grundschule untergebracht, die ebenfalls Erweiterungsbedarf angemeldet hat. Sie soll unter anderem eine erweiterte Schulspeisung bekommen. Übrigens gibt es für den Hort ganz neu ein Computerkabinett. Hortleiterin Susanna Grabiger möchte damit ans Arbeiten mit den Geräten heranführen und gleichzeitig auf die Gefahren aufmerksam machen.
„Mobbing und Datenschutz spielen heute eine wichtige Rolle“, erklärt sie.

Schöne Töne
Währenddessen macht die „Ludwig Witthöft Oberschule“ mit einer klingenden Neuerung auf sich aufmerksam: Die „Schwartzkopff-Sänger“ unter Leitung von Norienne Olberg haben sich aus den Anfängen mit drei Schülern zu einem Chor mit mittlerweile über 30 Sängern ent­wickelt. Cornelia Schütz als neue Schulleiterin fand das so klasse, dass sie beim ersten Auftritt vor Wildauer Senioren im Familientreff „Kleeblatt“ gleich selbst mitgesungen hat. Dieses Jahr 2018 wird übrigens besonders wohlklingend: Der Sängerkreis Königs Wusterhausen, in dem momentan 16 Chöre aus der Region organisiert sind, hat sich diesmal Wildau als Austragungsort für das zweijährliche Chortreffen ausgesucht: Es findet am 26. Mai 2018 unter dem Motto „Wildau singt“ statt.
Veranstaltungs­orte sind das Volkshaus Wildau, die „Villa am See“ und die Bibliothek der Technischen Hochschule.
In Wildau ist der „Singekreis“ mit Rolf Nopper Ansprechpartner.

Sport im Fokus
Wildau wächst und will sich bewegen. Bürgermeister Dr. Uwe Malich, der lange Zeit hier Handball gespielt hat und für den Gesundheit ein wichtiges Thema ist, freut sich über das große Interesse an Sportmöglichkeiten. Allerdings reichen die bisherigen Hallenkapazitäten bei Weitem nicht aus. Deshalb geht es jetzt darum, dieses Problem zu lösen. Die Diskussion rankt sich hier vor allem um den Standort.
Soll das Wildorado dafür einen entsprechenden Anbau bekommen, wie sich das beispielsweise Jan Claus als neuer „Motor Wildau“-Vorsitzender wünscht? Oder reicht es, die Turnhalle an der Grundschule zu erweitern? Darüber wird quer durch die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung und in den Vereinen diskutiert.
Während die einen debattieren, packen die anderen an: So entstand im Sommer auf private Initiative mit Förderung der Stadt Wildau in der Jahnstraße beim Bolzplatz neben dem Wildorado ein Calisthenics-Park.
Hier kann man sich mit Freiluftübungen an modernen Geräten fit halten. So machen Klimmzüge oder Klettern viel Spaß!

Straßenausbau
Weitgehend unstrittig sind geplante Straßenerneuerungen. Dazu gehört der grundhafte Ausbau vom „West­korso“. Hier sollte es bald losgehen: „Wir warten nur noch auf den Fördermittel­bescheid“, erklärt Dr. Malich.
In der Waldsiedlung sollen hingegen marode Gehsteige saniert werden. Eine weitere Maßnahme betrifft die Landesstraße L401. Sie soll vom südlichen Ende der Schwartzkopffsiedlung bis zum Ortseingang von Königs Wusterhausen erneuert werden.

Im Verbund
Der Bürgermeister ist sich seit langem bewusst, dass die Entwicklung der jungen Stadt im Verbund erfolgen muss. So fühlt sich Wildau als wichtiger Teil vom Wachstumskern „Schöne­felder Kreuz“.
Weitere Mitglieder in dieser Koordinationsrunde sind die Gemeinde Schönefeld und die Nachbarstadt Königs Wusterhausen.
Wenn es um die Freizeit geht, so kennen viele Bürger ebenfalls kaum Stadtgrenzen.
Die meisten Vereine wirken im weiten Umfeld. Das gilt beispielsweise für den Anglerverein mit seinem bewährten Vorsitzenden Thomas Wilde. Nach dem 100. Jubiläum kam es dort zum lange gewünschten Anbau ans Vereinsheim. Schließlich gab es aufgrund einer Fusion erheblichen Mitgliederzuwachs. Der Briefmarkenverein hingegen konnte „erst“ das runde 65. Jubiläum feiern. Noch jünger sind die Ortschronisten um Irmgard Hornung, die das 20-jährige Bestehen feierten.

Im Blick
Immer öfter steht die jüngste Stadt Brandenburgs im „literarischen“ Blickfeld. So erinnerte sich der Bürgermeister an seine Wurzeln als Diplom-Ökonom und machte sich daran, seinen Ort einem wissenschaftlich-fundierten Vergleich mit weiteren 20 Kommunen in Ost und West zu unterziehen. Siehe da, Dr. Uwe Malich scheint da zusammen mit den Stadt­verordneten bisher einiges richtig gemacht zu haben: So liegt Wildau bei der Bevölkerungsentwicklung sehr weit vorne. Ein Grund, so fand seine Studie heraus, ist die hohe Attraktivität. Während die Geburtenrate hinterherhinkt, sorgen Neuzuzüge für die dynamische Entwicklung. Das hängt sicher mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in dem Wachstumskern zusammen. So nahmen die Arbeitsplätze sogar viel mehr zu als in Taufkirchen, das in der Boomregion um München liegt.

Aktive Frauen
Was die Quote der beschäftigten Frauen betrifft, ist Wildau übrigens sehr zur Freude des Bürgermeisters Spitzenreiter, während Taufkirchen abgeschlagen auf Platz zehn landet. Man sieht, Gleich­berechtigung ist in Ostdeutschland zu Hause! Nur mit dem Kinderkriegen haperte es bisher noch ein wenig! Wer sich also für die Statistik seiner Heimat im Vergleich mit dem Rest der Welt interessiert, sollte sich „Deutschland verändert sich“ in Ruhe durchsehen.

Schöne Bilder
Das gilt ebenso für ein weiteres Buch über die Dahmestadt. Es hat seinen Ursprung an der TH Wildau und ist durch die vielen Bilder so eingängig, dass es jedem Freude machen dürfte. Mit „Wildau im Wandel der Zeiten“ machte sich Bernd Schlütter, der in der TH für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, im Auftrag der Stadt Wildau auf die Spuren seines Arbeitsorts. Erhältlich ist das Buch im Wildorado und in der Stadtbibliothek.